Fragen und Antworten
Häufig gestellte Fragen
Hier erfahren Sie mehr über die dargestellten Personen, die Sprache und die Tradition hinter unseren Ikonen. Außerdem erklären wir, wie die Produkte in unserem Shop hergestellt werden.
Die Ikonen
Was steht in aramäischer Schrift auf den Ikonen?
Die Inschriften auf unseren Ikonen sind meist in syrischer Sprache verfasst. Das Syrische gehört zu den aramäischen Sprachen und steht damit jener Sprache nahe, die Christus vermutlich sprach. Bis heute dient es in unserer Tradition als Liturgiesprache.
In der Regel nennen die Inschriften den Namen der dargestellten Person oder einen kurzen Ehrentitel. Solche Namen und Titel finden sich seit Jahrhunderten auf Ikonen.
Welche Personen sind auf den Ikonen dargestellt?
Unsere Ikonen zeigen Personen, die im christlichen Glauben eine zentrale Bedeutung haben: Christus, die Jungfrau Maria sowie Heilige und Märtyrer, deren Andenken seit Generationen bewahrt und in Ehren gehalten wird.
Einige sind in der gesamten christlichen Welt bekannt. Andere gehören vor allem zur Geschichte der Orientalisch-Orthodoxen Kirchen. Die Ikonen halten die Erinnerung an diese Menschen lebendig und führen uns ihr Leben als Vorbild vor Augen.
Warum unterscheiden sich diese Ikonen von byzantinischen Ikonen und Ikonen westlicher Tradition?
Unsere Ikonentradition entwickelte sich parallel zur frühen griechischen Tradition. In den ersten Jahrhunderten war ihre Bildsprache in weiten Teilen dieselbe.
Unter osmanischer Herrschaft kam diese Entwicklung fast zum Stillstand. Für die christlichen Gemeinschaften stand damals das eigene Überleben im Vordergrund.
Die heutige Ikonografie greift das byzantinische Erbe wieder auf. Zugleich trägt sie Spuren der koptischen Ikonentradition. Diese Einflüsse sind aus dem jahrhundertelangen Austausch mit der Kirche Ägyptens und aus dem gemeinsamen Glauben hervorgegangen. So ergibt sich eine vertraute und zugleich eigenständige Bildsprache.
Tradition und Geschichte
Was sind die Orientalisch-Orthodoxen Kirchen?
Die Orientalisch-Orthodoxen Kirchen werden auch altorientalische Kirchen genannt. Sie gehören zu den ältesten Kirchen der Christenheit. Ihre Wurzeln reichen bis zu den frühen Gemeinden zurück, die von den Aposteln gegründet wurden. Bedeutende Gemeinschaften bestehen heute in der Türkei, in Ägypten, Äthiopien, Eritrea, Armenien, Syrien und Indien.
Seit dem 5. Jahrhundert haben diese Kirchen ihre eigenen Traditionen entwickelt. Dennoch bestehen viele Gemeinsamkeiten mit den orthodoxen Kirchen byzantinischer Tradition, der römisch-katholischen Kirche und anderen apostolischen Kirchen. Dazu gehören die apostolische Sukzession, die Sakramente und weite Teile des liturgischen Lebens.
Dieser Glaube ist durch die Jahrhunderte lebendig geblieben. Dabei musste er sich oft unter schweren Bedrängnissen behaupten.
Welche syrisch-orthodoxe Tradition prägt diese Ikonen?
Das syrische Christentum gehört zu den ältesten christlichen Traditionen der Welt. Es ist in jenen Gebieten beheimatet, in denen sich der christliche Glaube erstmals über Jerusalem hinaus verbreitete. Seit seinen Anfängen bewahrt es ein reiches theologisches und ikonografisches Erbe.
Die syrische Ikonografie hat vieles mit den Bildtraditionen anderer orthodoxer Kirchen gemeinsam. Dazu gehören deutliche byzantinische Einflüsse. Zugleich sind eigenständige syrische Züge erkennbar.
Antioch in Focus ist ein unabhängiges Unternehmen und keine kirchliche Einrichtung. Wir lassen uns von der syrisch-orthodoxen Tradition inspirieren und gestalten Ikonen in ihrer Bildsprache. Wir sprechen jedoch weder im Namen der Syrisch-Orthodoxen Kirche noch im Namen einer anderen Kirche. Wir handeln auch nicht im Auftrag einer Kirche.
Was ist Tur Abdin?
Tur Abdin ist ein Hochland im Südosten der Türkei. Seit Jahrhunderten bildet es ein Kernland des syrischen Christentums. Dort befinden sich einige der ältesten noch bestehenden Klöster der Welt. Zu ihnen gehört das im 4. Jahrhundert gegründete Kloster Mor Gabriel.
In den christlichen Dörfern blieben der Glaube, die Sprache und die überlieferten Gottesdienstformen auch unter osmanischer Herrschaft lebendig. Der Völkermord von 1915 ist als Sayfo bekannt. Ein großer Teil der christlichen Bevölkerung wurde dabei getötet oder vertrieben. Später wanderten viele Familien nach Europa und in andere Teile der Welt aus, um dort Schutz zu finden.
Die christliche Gemeinschaft ist heute kleiner als früher. Das christliche Leben ist jedoch nie erloschen. Die Mönche verrichten weiterhin das Stundengebet. Auch Familien kehren zurück, um die Verbindung zu ihrer Herkunft zu bewahren.
Weihrauch
Warum verkaufen Sie Weihrauch und welche Bedeutung hat er?
Weihrauch gehört seit den Anfängen der Kirche zum christlichen Gottesdienst. Er wird verbrannt, während die Gebete zu Gott emporsteigen. Sein aufsteigender Rauch macht sichtbar, was sich unseren Augen entzieht.
In unserer Tradition gehören Rauch, Duft und die stille rituelle Handlung zur Liturgie. Der Weihrauch versinnbildlicht die Gebete der Heiligen vor dem Thron Gottes. Zugleich verbindet er unser Gebet mit dem vieler Generationen vor uns.
Wir stellen Weihrauch her und verkaufen ihn, weil er zu der Gebetstradition gehört, in der wir selbst aufgewachsen sind. Mit ihm möchten wir nicht nur einen Duft weitergeben, sondern auch einen Teil der geistlichen Tradition, in der er verwurzelt ist.
Produkte und Herstellung
Woher stammen unsere Produkte und wer stellt sie her?
Die Inhaber von Antioch in Focus entwerfen die Ikonen. Hergestellt werden sie in China. Den Weihrauch beziehen wir von Lieferanten innerhalb der EU. In Schweden wird er unter unserer eigenen Marke abgefüllt und verpackt.